Bioenergie

Im Unterschied zu anderen erneuerbaren Stromerzeugern ist die Bereitstellung von Energie aus Biomasse kaum Schwankungen ausgesetzt und die Bandbreite möglicher Anlagenstandorte ist größer. Darüber hinaus ist Bioenergie in Form von Biogas sehr gut speicherbar, weswegen sie zum Ausgleich witterungsbedingter Schwankungen innerhalb der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen eingesetzt werden kann. Fast ein Viertel des Bruttostromverbrauchs aller erneuerbaren Energien wurde im ersten Halbjahr 2017 aus Biomasse produziert.

Einen Schwerpunkt der Forschung bildet die energetische Biomassenutzung, die seit 2008 mit einem eigenen Förderprogramm unterstützt wurde. Seit September 2018 wird die „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ gefördert. Zu den Zielen gehört es, heimische Biomassen wie etwa Waldrestholz, Siedlungs- und Produktionsabfälle oder Mist und Stroh kosten- und energieeffizient zu nutzen.

Auch mit so genanntem Biomüll kann Strom in Biomasseanlagen erzeugt werden.

Auch mit so genanntem Biomüll kann Strom in Biomasseanlagen erzeugt werden.

Vor allem bei der kombinierten Erzeugung von Strom und Wärme/Kälte ergeben sich viele Möglichkeiten, den Energiegehalt von Biomasse hocheffizient zu nutzen. Entsprechende Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen sind in einem großen Leistungsbereich verfügbar und vielseitig einsetzbar.

Ein wichtiges Anliegen der Forschung besteht auch darin, Energie aus Bioenergie in das Gesamtsystem zu integrieren. Unter anderem ist es wichtig, dass diese flexibel bereitgestellt werden kann. Ein Vorteil dabei: Bioenergie ist gut speicherbar und eignet sich daher für Systemdienstleistungen, wie etwa zum Spannungserhalt im Stromnetz. Zudem kann die energetische Nutzung von biogenen Roh- und Reststoffen einen großen Beitrag zur Sektorkopplung leisten. So kann etwa aufbereitete Biomasse in Erdgas- oder Dieselfahrzeugen zum Einsatz kommen.  Beim so genannten „Biomass-to-Liquid“ werden aus organischen Rohstoffen synthetische Biokraftstoffe erzeugt.

Demonstrations- und Pilotprojekte sollen den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis unterstützen und dazu beitragen, Verfahren und Abläufe zu optimieren.

Im Jahr 2017 hat das BMWi für Forschungsaktivitäten im Bereich energetische Biomassenutzung 117 laufende Vorhaben mit rund 4,18 Millionen Euro gefördert. 2017 hat das Ministerium zudem 43 Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 6,04 Millionen Euro neu bewilligt. Die Förderung des Themas „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ wird vom DBFZ Deutschen Biomasseforschungszentrum gGmbH mit dem Ziel der Vernetzung und des Wissenstransfers wissenschaftlich begleitet.

Verteilung der Fördermittel
Programmbegleitung Bioenergie

Die auf strom-forschung.de dargestellten Bioenergie-Projekte gehören zum Thema „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“ des 7. Energieforschungsprogramms. Das DBFZ Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH (DBFZ) hat seit 2009 die sogenannte Programmbegleitung für die energetische Biomassenutzeung übernommen.

Thematisch verwandte Inhalte

Diese Webseite verwendet sogenannte Cookies zur Optimierung der Ansicht und aller Funktionen. Für die Nutzungsanalyse wird Matomo verwendet. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Datenschutzerklärung .