Umweltauswirkungen und Akzeptanz

Damit der Ausbau der Windenergie gesellschaftlich akzeptiert wird, müssen Umweltauswirkungen auf ein Minimum begrenzt werden. Fragen zur Akzeptanz und Wechselwirkung mit der Umwelt und Infrastruktur gewinnen deshalb an Bedeutung. Aktuelle Debatten zu den Kosten und zur Systemdienlichkeit von Windenergie im Energiesystem beeinflussen den weiteren Ausbau erheblich.

Bei der Onshore-Windenergie dreht sich die öffentliche Diskussion häufig um Fragen zu Einfluss, Integration und Wechselwirkung mit der Umgebung bei der Flächennutzung und räumlichen Gestaltung von Windparks. Dies umfasst insbesondere die Abstandsregelung und Landschaftsintegration, aber auch Themen wie Wasserschutz oder Flugsicherheit. Ziel sollten Windparks mit geringen Störwirkungen, also minimalem Einfluss auf die Umwelt und Landschaft sowie hoher sozialer Akzeptanz sein. Hierfür müssen informelle und formelle Vorgaben zur Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung weiterentwickelt werden. Denn wer im Planungsprozess gut informiert wird und Gestaltungs- und Mitentscheidungsspielräume wahrnehmen kann, der steht dem Ausbau der Windenergie positiver gegenüber. Die Forschung im 7. Energieforschungsprogramm zielt darauf ab, technische Lösungen zu entwickeln, die zu einer besseren Umweltverträglichkeit führen. Außerdem sollen auch schwierige oder bisher ausgeschlossene Standorte  für die Nutzung der Windenergie zugänglich gemacht werden.

Die Geräuschminderung spielt bei der Akzeptanz bei Anwohnern eine große Rolle, ebenso wie die nächtliche Sicherheitsbefeuerung der Windenergieanlagen. Daher sollenkostengünstige und zuverlässige technische Methoden für eine bedarfsgerechte Befeuerung erforscht werden.

Fauna und Flora

Auch die Einwirkungen und Wechselwirkungen von Windenergieanlagen auf Fauna, Flora und Klima - an Land wie auf See - sind von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche Akzeptanz. Hier sollen Systeme entwickelt werden, welche die Störwirkungen auf Umwelt und Fauna reduzieren. Bei der Offshore-Windenergie müssen die potenziellen Folgen für das ökologische Gesamtsystem, beispielsweise für Seevögel und marine Säugetiere, mitbedacht und beim Bau und Betrieb der Anlagen berücksichtigt werden. An Land muss ein vogel- und fledermausfreundlicher Betrieb der Anlagen sichergestellt werden.

Rückbau und Wiederverwertung von Windenergieanlagen

Da zukünftig immer mehr Windenergieanlagen vor dem Rückbau stehen und die Materialvolumina, die in die Windenergie fließen, kontinuierlich hoch sind, müssen auch Fragen des Rückbaus und der Wiederverwertbarkeit geklärt werden. Idealerweise sind die Werkstoffe für künftige Anlagengenerationen bereits so ausgewählt, dass diese leicht und hochwertig wiederverwendet werden können. Auf der Basis von Lebenszyklusanalysen kann das Optimum zwischen möglichst guter Wiederverwendbarkeit und robustem, zuverlässigem Anlagendesign kontinuierlich am neuesten Stand der Wissenschaft ausgerichtet werden.

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