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IEA Wind

Windenergieanlagen an Land (onshore) produzieren kostengünstig Strom, insbesondere wenn die Emissionen in die konventionellen Kraftstoffpreise einbezogen werden. Windenergie auf See (offshore) wiederum hat großes Potenzial, den Beitrag der Windenergie zum Strommix der Zukunft deutlich zu steigern. Dafür müssen ihre Kosten jedoch weiter reduziert werden. Um die Möglichkeiten der Windenergie on- und offshore voll nutzen zu können, müssen die Stromnetze aufgerüstet werden, um die steigenden Anforderungen erfüllen und die größere Vielfalt bewältigen zu können.

Ziel des Technological Collaboration Programme (TCP) „Wind“ der Internationalen Energieagentur (IEA) ist es, die Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung im Bereich Windenergie zu fördern und wichtige Informationen, Analysen und Werkzeuge für die Mitglieder bereitzustellen.

Die Mitglieder des IEA Wind TCPs verfolgen vier strategische Ziele:

  1. Den Wert der Windenergie im Energiesystem und den Energiemärkten erhöhen.
  2. Die Kosten für On- und Offshore-Windenergie weiter senken.
  3. Die gemeinschaftliche Forschung fördern und den Austausch von Best-Practice-Beispielen und Daten ermöglichen.
  4. Die gesellschaftliche Akzeptanz für Windenergie steigern sowie die Umweltverträglichkeit der Technologie weiter verbessern.

Energiesystem der Zukunft als Forschungsschwerpunkt

Um die genannten Ziele zu erreichen, haben die Mitglieder für den Zeitraum 2019-2024 fünf Forschungsschwerpunkte definiert:

Ressourcen- und Standortcharakteristik: Die Genauigkeit der Standortbestimmung, der aerodynamischen Leistung und der Energieprognosen soll verbessert werden.

Spitzentechnologie: Die Kosten für Anlagendesign, Installation und Betriebsführung sollen reduziert werden. Außerdem soll die Produktion gesteigert und der Markt für neue Standorte erweitert werden.

Energiesystem der Zukunft: Das Energiesystem des 21. Jahrhunderts soll so ausgestaltet sein, dass es hohe Mengen an Windenergie aufnehmen und weiterleiten kann.

Soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen: Lösungen für soziale, ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen über den Lebenszyklus der Windenergieanlagen sollen identifiziert und entwickelt werden. So sollen die gesellschaftliche Akzeptanz und die Umweltverträglichkeit von Windenergieprojekten erhöht werden.

Kommunikation, Wissenstransfer und Engagement: IEA Wind TCP soll als ultimative Quelle etabliert werden, um Erfahrungen aus Forschung und Entwicklung auszutauschen, Best Practices darzustellen und Daten zur Windenergie zur Verfügung zu stellen. 

Diese fünf Schwerpunkte werden in verschiedenen Projektgruppen, den so genannten Tasks, von den Mitgliedsstaaten bearbeitet. Jedes Mitglied beteiligt sich mindestens in einem Task. Deutschland ist in 16 der aktuell 17 laufenden Tasks des IEA Wind TCP aktiv. Davon werden zwei Tasks von deutscher Seite als Operating Agents geleitet: Task 32 „LIDAR“ und Task 43 „Digitalisierung“.

Kenndaten IEA Wind

Gründungsjahr: 1977

Mitglieder: 21 Mitgliedsstaaten plus Europäische Kommission: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Japan, Kanada, Korea, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, USA, Vereinigtes Königreich

Sponsoren: WindEurope und Chinese Wind Energy Association (CWEA)

Finanzierung: Cost-shared

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