29. Mai 2019

Bundesbericht Energieforschung 2019

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat den Bundesbericht Energieforschung 2019 vorgelegt. Neben einem ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung im Bereich Energieforschung, fasst der Bericht auch die Forschung der Bundesländer und der Europäischen Union zusammen. Forschungsförderung für die Energiewende ist das zentrale Thema der Bundesregierung. Neben den technologiespezifischen Förderschwerpunkten wie beispielsweise der Photovoltaik und der Windenergie spielen übergreifende Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Sektorkopplung eine zentrale Rolle für den Umbau des Energiesystems.

Der Bundesbericht Energieforschung 2019 stellt die Aktivitäten der Forschungsförderung im Rahmen des neuen 7. Energieforschungsprogramms vor. Dazu gibt er einen detaillierten Überblick über die verwendeten Fördergelder und die Struktur der Projekte in den einzelnen Themenbereichen.

Bundesminister Altmaier: „Forschung und Innovationen sind der strategische Schlüssel für eine langfristig erfolgreiche Energiewende. Wir stärken mit der Förderung von Forschung und Entwicklung auch ganz konkret die Unternehmen in Deutschland, denn klimafreundliche Energietechnologien sind weltweit gefragt und die Nachfrage wird in Zukunft weiter wachsen. Gute Forschungsergebnisse reichen natürlich allein nicht aus, daher stehen Innovationstransfer, Vernetzung und Kommunikation im Fokus des neuen Energieforschungsprogramms. Mit den Reallaboren der Energiewende erleichtern wir zukunftsfähigen Energietechnologien den Marktzugang und wollen so schneller vom Labor zur Anwendung kommen.“

Photovoltaik gilt – neben der Windenergie – als die tragende Säule der Energiewende. Strom aus Photovoltaik-Großanlagen kostet aktuell unter sechs Cent pro Kilowattstunde gegenüber 50 Cent im Jahr 2000. Diese Entwicklung zeigt, was Forschung und Entwicklung ermöglichen.

Windenergieanlagen haben 2018 circa 18,5 Prozent der gesamten Strommenge in Deutschland produziert. Rund 30.000 Anlagen wandeln auf See und an Land die Energie des Windes in Strom um. Vor allem technische Innovationen trugen dazu bei, dass 2018 Onshore-Anlagen rund 4 Prozent mehr Strom produzierten als noch im Jahr 2017. Insbesondere größere Rotordurchmesser und höhere Türme der zugebauten Windenergieanlagen steigerten die Nennleistung. Allerdings vergrößern sich die Anforderungen an die einzelnen Bauteile. Forschungseinrichtungen arbeiten an neuen Materialien, die dazu beitragen, das Gewicht der Bauteile zu reduzieren.

Eine verlässliche und sichere Wärmequelle ist die Erdwärme. Sie soll zukünftig verstärkt für die Wärmeversorgung eingesetzt werden. Beispielsweise planen die Stadtwerke München, die Fernwärmenetze der Stadt bis zum Jahr 2040 überwiegend mit geothermisch gewonnener Wärme zu versorgen. Hierzu sind Techniken notwendig, die einen sicheren und schnellen Wechsel von Unterwasserpumpen gestatten. Ingenieurinnen und Ingenieure entwickelten eine neue Workover-Anlage, welche die notwendigen Pumpenwechsel effizient durchführt.

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