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15. Dezember 2020

Neuer Förderaufruf zur CO2-Abscheidung und –Nutzung in der Grundstoffindustrie

Das BMWi unterstützt Forschungsvorhaben, mit denen CO2-Abscheidemethoden und die CO2-Nutzung weiterentwickelt werden.

Deutsche Industrieunternehmen haben ihre CO2-Emissionen zwischen 1990 und 2018 um rund 30 Prozent reduziert. Trotzdem gibt es noch viel zu tun. Die Industrie ist weiterhin für etwa ein Fünftel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Ziel der Bundesregierung ist es daher, mit dem neuen Förderaufruf Lücken für den Einsatz von CCU (Carbon Capture Utilization)-Technologien in der Grundstoffindustrie zu schließen und insbesondere die prozessbedingten Emissionen zu senken.

Der Schwerpunkt des neuen Förderaufrufs vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie liegt auf der Weiterentwicklung diverser CO2-Abscheideprozesse und der CO2-Nutzung. Hier sieht die Bundesregierung einen entscheidenden Anknüpfungspunkt, um die gewünschten vollständigen CCU-Prozessketten zu erreichen - von der Abtrennung über die Infrastruktur bis zur Weiterverarbeitung des abgetrennten Kohlendioxids.

Gesucht werden vor allem Verbundvorhaben

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Gebietskörperschaften, öffentliche Verwaltungen, Vereine, Verbände und Stiftungen.

Der Förderaufruf ist Teil des Förderprogramms „CO2-Vermeidung und -Nutzung in Grundstoffindustrien“. In einer ersten Phase wird nun der etablierte Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms genutzt, um Projekte mit höherem Forschungsanteil zu fördern. In einer zweiten Phase, die in einer eigenen Förderrichtlinie zeitnah vorgelegt wird, werden große CCU/CCS-Demonstrationsprojekte gefördert, die gegebenenfalls einer Einzelnotifizierung bei der Europäische Union bedürfen.

Alle nötigen Informationen für Antragsteller bietet energieforschung.de, das Dachportal des BMWi zur angewandten Energieforschung. Ab sofort können Projektskizzen beim Projektträger Jülich eingereicht werden. Einreichungsfrist für eine erste Skizzenauswahl ist der 15. März 2021.

 

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