03. Mai 2021

Tag der Sonne: Globaler Zubau an Photovoltaik beträgt im vergangenen Jahr 140 Gigawatt

Vorläufige Daten zeigen, dass der weltweite Photovoltaik-Markt deutlich gewachsen ist - ungeachtet der aktuellen COVID-19-Pandemie.

Die zugehörigen Zahlen und Schätzungen stellt das Photovoltaik-Programm PVPS der Internationalen Energieagentur in seinem aktuellen Snapshot-Report vor. Laut diesem Bericht wurden 2020 weltweit Photovoltaik-Systeme mit mindestens 139,4 Gigawatt installiert und in Betrieb genommen. Die kumulierte Gesamtkapazität an installierter Photovoltaikleistung steigt damit global auf 760,4 Gigawatt. Die Daten basieren vorerst auf Schätzungen und müssen in den kommenden Monaten verifiziert werden. Trotzdem lassen sich daraus bereits wesentliche Trends ableiten.

Europäische Entwicklung des Photovoltaik-Markts

Deutschland ist 2020 der größte europäische Markt mit einem Photovoltaik-Zubau in Höhe von 4,9 Gigawatt. Dahinter folgen die Niederlande, Spanien und Polen mit jeweils rund 3 Gigawatt. Insgesamt installierten die Länder der Europäischen Union im vergangenen Jahr etwa 19,6 Gigawatt an Photovoltaik-Systemen; der Wert für alle europäischen Länder liegt bei rund 23,2 Gigawatt. Im internationalen Vergleich würden die Länder der EU zusammengefasst auf dem zweiten Platz rangieren.

Internationale Entwicklung des Photovoltaik-Markts

Den ersten Platz weltweit belegt China. Dort betrug der Photovoltaik-Zubau im vergangenen Jahr 48,2 Gigawatt. China führt mit insgesamt 253,4 Gigawatt an summierter Kapazität auch weiterhin global und stellt fast ein Drittel der weltweiten Photovoltaik-Kapazität. Auf dem zweiten Platz folgen die USA, wo der Photovoltaik-Markt auf 19,2 Gigawatt stieg und damit einen neuen Rekordwert für das Land definiert. Auf den Plätzen dahinter sind Vietnam und Japan. Weitere Schlüsselmärkte, die 2020 einen entscheidenden Beitrag geleistet haben, sind Indien (jedoch verglichen zum Vorjahr deutlich rückläufig), Australien, Korea, Brasilien, Taiwan, Mexiko, die Philippinen und Südafrika. Inzwischen können mittels Photovoltaik rund 3,7 Prozent des weltweiten Strombedarfs erzeugt werden. In Deutschland kann für den Strombedarf durch Photovoltaik bereits ein Wert von knapp 10 Prozent erzielt werden.

Aktionstag unterstreicht die Relevanz der Photovoltaik-Fortschritte

Insgesamt belegen die Daten, dass die Photovoltaik einen immer größeren Beitrag zur Dekarbonisierung des Energiemixes leistet. Basierend auf den aktuellen Zahlen spart die Photovoltaik jährlich bereits bis zu 875 Millionen Tonnen CO2 ein.

Dieser Fortschritt entspricht auch dem Anlass und den Zielen hinter dem heutigen internationalen Tag der Sonne. Der jährlich auf den 03. Mai fallende Aktionstag rückt die Sonne als Energiequelle in den Fokus und soll Aufmerksamkeit für das Potenzial der Solarenergie erzeugen. Initiiert wurde der Tag der Sonne erstmals 1978 durch den damaligen US-amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter. Diverse Organisationen weltweit nutzen den Aktionstag, um Informationsveranstaltungen auszurichten und für die Solarenergie als umweltfreundliche und verlässliche Form der Stromerzeugung zu werben.

Im Auftrag des BMWi erstellte Zahlen

Der Snapshot-Report beruht auf teilweise vorläufigen Marktzahlen, die das Resultat aus der sogenannten Task 1 der Technologieinitiative PVPS (Photovoltaik Power Systems) sind. Task 1 steht unter dem Titel „Strategic PV Analysis & Outreach“. Ziel der Aufgabe ist es, den Austausch und die Informationsverbreitung zu technischen, wirtschaftlichen, ökologischen sowie sozialen Aspekten der Photovoltaik zu fördern und zu vereinfachen.

Die Mitgliedsländer haben für den Snapshot-Report ihre bisher vorliegenden Informationen zusammengestellt. Der Projektträger Jülich hat dies für Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt. Der Bericht wird zum Jahresende durch den Trends-Report „Trends in PV Applications“ erweitert, der dann auf den endgültigen Zahlen basiert.

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