2. Dezember 2019

Film zeigt neueste Geothermie-Technologien

Mit „Energy for Tomorrow – Innovative Geothermal Technology“ gibt die Internationale Energie Agentur (IEA) Einblick in aktuelle Forschungsprojekte.

Premiere feierte der Film nun beim Central America Geothermal Workshop der IEA in Costa Rica. Zentrale Akteure der deutschen Geothermie-Branche aus Industrie und Forschung zeigen darin ihre neuesten Entwicklungsansätze, insbesondere im Bereich der Bohrtechnologien. Noch machen Bohrungen einen Großteil der Kosten einer Geothermieanlage aus. Doch das gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gezielt an. Ob mit Laser oder elektrischen Impulsen, mit kombinierten oder automatischen Bohrprozessen – die Ideen sind da. Und auch der Konsens: Das Potenzial der Erdwärme in Deutschland ist groß.

Als zentral für den weiteren Ausbau der Geothermie sehen die Protagonisten des Films ein noch größeres Engagement in Forschung und Entwicklung. Innovative Bohrtechnologien können Kosten maßgeblich senken, die Produktivität erhöhen und so die Attraktivität der Geothermie steigern.

Der Film, der nun beim Central America Geothermal Workshop der IEA in Costa Rica Premiere feierte, zeigt neueste Entwicklungsansätze in der Geothermie.

Gestein mit Laserstrahlen schwächen

Viele der vorgestellten Projekte setzen genau  an diesem Punkt an. Beim LaserJetDrilling-Verfahren der Hochschule Bochum beispielsweise nutzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Laserstrahl, um Gestein zu schwächen. Erst danach bearbeiten  sie es mit konventionellen hydraulischen und mechanischen Bohrtechnologien. Der Vorteil: Energiebedarf und Dauer des Bohrvorgangs – und damit auch die Kosten – sinken deutlich. Auf ein ähnliches Prinzip setzt ein Team der Universität Dresden mit dem EIV-Bohrsystem, kurz für Elektro-Impuls-Verfahren. Hierbei zerstören kurze elektrische Impulse das Gestein.

Einen anderen Ansatz, Erdwärme effizienter zu erschließen, verfolgt das Unternehmen Herrenknecht. Es entwickelt automatisierte Bohranlagen, die schneller arbeiten und weniger Energie verbrauchen. Beim Unternehmen Baker Hughes beschäftigen sich die Ingenieurinnen und Ingenieure darüber hinaus mit der Frage, wie sie durch verbesserte Materialien und technischen Komponenten die Lebensdauer von Tauchkreiselpumpen erhöhen können. Diese können pro Stück mehrere hunderttausend Euro Kosten.

Stadtwerke München setzen auf Erdwärme

Die Stadtwerke München repräsentieren im Film die Anwenderseite von Geothermie-Technologien. Mit ihrer Vision, Wärme bis zum Jahr 2040 CO2-neutral bereit zu stellen, hat die bayerische Metropole bereits internationale Bekanntheit erreicht. Um ihr Ziel zu erreichen, baut die Stadt neben neuen Technologien insbesondere auf mehr Wissen über Wärmereservoirs. Dies soll zu einem besseren Management und geringeren Kosten von Geothermie-Projekten beitragen.  

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