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15. Juni 2020

Weltweiter Trend: Strom aus Wind wird günstiger als Strom aus fossilen Brennstoffen

Seit 2010 sind die Stromentstehungskosten aus Windenergieanlagen an Land um 39 und auf See um 29 Prozent gesunken. Das belegt eine IRENA-Studie.

Positive Nachrichten für einen nachhaltigen Klimaschutz am heutigen Global Wind Day: Technische Weiterentwicklungen bei Windenergieanlagen - wie etwa höhere Nabenhöhen und größere Rotorblätter - haben in den letzten zehn Jahren zu deutlich günstigeren Strompreisen geführt. Außerdem machen sich die wachsenden Erfahrungen in der Projektentwicklung, optimierte Lieferketten, Skaleneffekte und niedrigere Wartungskosten bemerkbar. Dies geht aus dem aktuellen Bericht „Renewable Power Generation Costs in 2019“ der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) hervor. IRENA hat dazu Daten aus 17.000 Projekten aus dem Jahr 2019 analysiert. Interessant: Bei über der Hälfte aller neu in Betrieb genommenen Großanlagen für die regenerative Stromerzeugung wie Windräder oder solare Anlagen lagen die Stromkosten unter der günstigsten Alternative mit fossilen Brennstoffen.

Erneuerbare-Energien-Anlagen als globaler Wirtschaftsmotor nach Corona

„Wir haben einen wichtigen Wendepunkt in der Energiewende erreicht. Der Betrieb von neuen und einem Großteil der bestehenden Kohlekraftwerke ist sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen “, sagte Francesco La Camera, Generaldirektor von IRENA. „Erneuerbare Energien sind zunehmend die billigste Quelle für neuen Strom und bieten ein enormes Potenzial, um die Weltwirtschaft anzukurbeln und die Menschen wieder an die Arbeit zu bringen.“

In China stehen die meisten Windenergieanlagen, gefolgt von den USA und Deutschland

Windenergieanlagen prägen inzwischen in vielen Regionen der Erde das Landschaftsbild. Ende 2019 waren laut dem Global Wind Energy Council (GWEC) weltweit 651 Gigawatt Leistung durch Windenergie an Land und auf See installiert. Knapp ein Drittel davon, genau gesagt 236 Gigawatt, stehen in China, gefolgt von den USA mit rund 105 Gigawatt und Deutschland mit 61 Gigawatt. Auch beim jährlichen Zubau führen die Chinesen. Zusammen mit den USA, Großbritannien, Indien und Spanien haben sie 2019 rund 70 Prozent der 60,4 Gigawatt Neuinstallationen umgesetzt.

Offshore-Energie gewinnt weltweit an Bedeutung

Weltweit wird die Offshore-Windenergie immer wichtiger. Zwar sind die Installations- und Wartungskosten hoch, aber die Anlagen sind um ein Vielfaches leistungsstärker als an Land. GWEC berichtet, dass im vergangenen Jahr 6,1 Gigawatt Leitung auf See dazu kam - ein neuer Rekord. Auch in Deutschland ist Bewegung in den Ausbau gekommen. Das Bundeskabinett hat Anfang Juni dieses Jahres die Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. So soll der Ausbau bis zum Jahr 2030 auf 20 Gigawatt erhöht werden. Zudem sieht der Entwurf mit 40 Gigawatt bis zum Jahr 2040 erstmals auch ein ambitioniertes, langfristiges Ausbauziel vor. Das Wind-auf-See-Gesetz schafft die Voraussetzungen dafür, dass beispielsweise die Verwaltungsverfahren gestrafft und beschleunigt werden, so dass zügiger auf See installiert werden kann.

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