Abschlussbericht

Satellitengestützte Potenzialverfahren zur geothermischen Exploration

Autor:
Wille Freeden,Byamba Erdenebaatar, Thomas Degro, Zita Hauler, Bernd Jakobs, Laura Mailänder, Thomas Neu, Christian Blick, Bianca Kretz, Helga Nutz
Verlag:
CBM Gesellschaft für Consulting Business und Management mbH
Publikationstyp:
Forschungsbericht
Förderkennzeichen:
0324061
Bibliographische Angaben:

Wille Freeden, Erdenebaatar Byamba, Thomas Degro, Zita Hauler, Bernd Jakobs, Laura Mailänder, Thomas Neu, Christian Blick, Bianca Kretz, Helga Nutz: Satellitengestützte Potenzialverfahren zur geothermischen Exploration. Abschlussbericht. Bexbach, 2019, PDF, 131 Seiten, 10,9 MB.

Bezugspreis: Kostenloser Download

Das Foto zeigt die Titelseite des Abschlussberichts zum Forschungsvorhaben STEP des BMWi.

Geothermische Großprojekte benötigen Investitionskosten, die meistens im zweistelligen Millionenbereich liegen. Neue Potenzialmethoden bieten kostengünstige Entscheidungskriterien für die Planung von geothermischen Kraftwerken.

Die Gravimetrie, also die Bestimmung der Massenverteilung in einem Teilgebiet der Erde aus Daten des Gravitationsfeldes, ist neben der Seismik, der Magnetik und der Geoelektrik eine fundamentale Feldmessmethode der Prospektion und Exploration. Durch die Auswertung der Messungen des Erdschwerefeldes und seiner Ableitungen lässt sich zum einen in geodätischer Hinsicht die Figur der Erde samt dem resultierenden Höhenmodell weiter verbessern, zum anderen lassen sich, auch in Kombination mit den o. g. Explorationsverfahren, dreidimensionale geologische Untergrundmodelle erstellen. Die Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz gravimetrischer Untersuchungen ist standardmäßig, dass sich die zu bestimmenden geologischen Strukturen durch deutliche Dichtekontraste von ihrer Umgebung abheben, wie etwa ein Salzstock oder ein Hotspot. Durch die Entwicklung immer leistungsfähigerer absoluter wie auch relativer Gravimeter mit deutlich verbesserter Messgenauigkeit steht allerdings zu erwarten, dass sich künftig auch schwächere Anomalien erfassen und modellieren lassen. Hier setzt das Projekt SPE mit der Entwicklung neuartiger Methoden der heutigen Geomathematik an.

Im Projekt SPE kamen insbesondere gravimetrische Potenzialmethoden für Gebiete mit bergbaubedingten Hohlräumen oder sehr dichter Bebauung, die den Einsatz von reflexionsseismischen Messungen erschweren oder unmöglich machen, modellierend zum Einsatz. Die entwickelten Explorationsmethoden ermöglichen zudem eine Ersteinschätzung möglicher Potenziale für Geothermie in Regionen, über die wenig sonstige Daten zur Verfügung stehen.

Der Schwerpunkt der Arbeit lag in der Umsetzung innovativer geomathematischer Methoden der konstruktiven Approximation und Numerik und deren Anwendbarkeit im Rahmen der geothermischen Exploration. Die Methoden wurden auf ein Testgebiet des Saarlandes, und hier speziell auf ein Areal in der Umgebung von Saarbrücken (Burbach), prototypenhaft angewendet.

Letzte Aktualisierung: 13.05.2020

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