Abschlussbericht

Wechselwirkung Windenergieanlagen und Radar/Navigation

Autor:
Thorsten Schrader, Heyno Garbe, Jochen Bredemeyer, Christoph Stupperich
Verlag:
Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)
Publikationstyp:
Forschungsbericht
Bibliographische Angaben:

Thorsten Schrader, Heyno Garbe, Jochen Bredemeyer, Christoph Stupperich: WERAN - Wechselwirkung Windenergieanlagen und Radar/Navigation. Braunschweig, 2018, PDF, 230 Seiten, 33,67 MB.

Bezugspreis: Kostenloser Download

Windenergieanlagen in der Nähe von Radaranlagen und Funkfeuern des Luftverkehrs können deren Signale stören. Deshalb hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt mit Partnern ein neues Messverfahren und numerische Simulationsmethoden entwickelt.

Neben der Messtechnik haben die Forschungspartner eine leistungsfähige, numerische Simulationsanalyse entwickelt. Der Vergleich zwischen Messdaten und Simulationsergebnissen ist eine unverzichtbare Voraussetzung, die Wechselwirkungen zwischen WEA und Flugsicherungsanlagen zu quantifizieren. Gemessen werden die elektromagnetischen Felder im Luftraum im Umfeld der Windparks. Um die Wechselwirkungen zu beurteilen, dürfen nur die Größen berücksichtigt werden, die sich in Messungen wie Simulationen gewinnen lassen. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und ihre Partner haben damit ein Verfahren entwickelt, das vor Ort für reale Signale von terrestrischen Navigationsanlagen und Radaranlagen die als signal-in-space vorliegenden Signalinhalte messen kann. Weitere Untersuchungen galten dem Einfluss auf Radarsignale von modernen Pulskompressions-Radaren. Im Mittelpunkt standen dabei die Veränderungen, die ein Radarsignal auf dem Hinweg zum Ziel durch WEA erfährt.

Mit der Drohne vor Ort messen

Die Hochfrequenzmesstechnik wurde soweit verkleinert, dass sie auf einem Oktokopter flugfähig ist. Damit lassen sich die Untersuchungen in der Umgebung der Windparks durchführen, wo es tatsächlich zählt. Die Drohne ist mit Präzisionsnavigation ausgerüstet und wird vom Boden gesteuert. Die Messtechnik erfasst, synchronisiert und speichert die Bandpasssignale und die Angaben über Ort und Zeit mit hoher Datenrate. So lassen sich alle Bewegungen und Messorte des Oktokopters präzise vorgeben und später nachvollziehen. Parallel wird eine Auswahl der aktuellen Messdaten in Echtzeit auf einen Tablet-PC am Boden übertragen. Dort können die Messungen verfolgt und aktiv gesteuert werden.

Letzte Aktualisierung: 15.05.2020

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