Parabolrinnenkraftwerk

Ein Parabolrinnenkraftwerk ist ein solarthermisches Kraftwerk mit linienkonzentrierenden Hohlspiegeln. Die 20 bis 150 m langen Parabolrinnen konzentrieren das einfallende Sonnenlicht auf ein selektiv beschichtetes Absorberrohr in der Brennlinie. Die Lichtkonzentration erfolgt geometrisch mit einem Faktor von 30 bis 100. Die Nachführung der Parabolrinnenkollektoren erfolgt einachsig und am Tagesgang der Sonne orientiert. Ein durch die Absorberrohre zirkulierendes Wärmeträgermedium nimmt die Wärme auf und transportiert sie zu einem Dampfkraftwerksprozess. Als Wärmeträgermedium können Flüssigsalz, Thermoöl oder Wasser verwendet werden. Das Fluid erhitzt sich auf bis zu 400 °C. Ein direktverdampfender Absorber kann höhere Temperaturen von bis zu 550 °C bei einem Maximaldruck von 100 bar erreichen.

Zusätzlich können Wärmespeicher verwendet werden, um bei Zeiten unzureichender Sonneneinstrahlung die fehlende thermische Energie zu kompensieren.

Parabolrinnenkraftwerke besitzen pro Einheit eine Leistung von ca. 20 bis 50 MW und werden in der Regel zu größeren Kraftwerksparks zusammengeschaltet. Mit einem Marktanteil von über 90 Prozent im Jahr 2010 bilden Parabolrinnenkraftwerke den größten Beitrag zur Elektrizitätserzeugung unter den solarthermischen Kraftwerken, da sie vergleichsweise kostengünstig eine Leistung im Megawatt-Bereich erreichen können.

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