Systemdienstleistungen

Die Systemdienstleistungen sind zusätzliche Dienste, die die Übertragungsnetzbetreiber neben ihrer Hauptaufgabe, der Übertragung und Verteilung elektrischer Energie, erbringen müssen, um einen sicheren, zuverlässigen und effizienten Netzbetrieb zu gewährleisten. Ein wichtiges Ziel von Systemdienstleistungen ist es, im laufenden Netzbetrieb sämtliche Betriebsgrößen innerhalb ihrer zulässigen Grenzwerte zu halten. Weiterhin ist nach Auftritt einer Störung ein sicherer und zuverlässiger Netzbetrieb wiederherzustellen. Die Systemdienstleistungen untergliedern sich in vier verschiedene Bereiche:

  • die Frequenzhaltung,
  • die Spannungshaltung,
  • der Versorgungswiederaufbau und
  • die Betriebsführung.

Die Systemdienstleistungen werden vorwiegend von großen Erzeugungsanlagen oder anderen technischen Anlagen erbracht. Die Aufgabe der Übertragungsnetzbetreiber ist die Koordination und die Kontrolle über die Systemdienstleistungen, die auf vertraglichen Vereinbarungen mit den Systemdienstleistungserbringern basieren.

Frequenzhaltung

Ein Aspekt der Systemdienstleistungen ist die Sicherstellung einer konstanten Netzfrequenz. Dies wird durch die Frequenzhaltung erreicht. Die Frequenzhaltung wird durch die Momentanreserve und die Leistungs-Frequenzregelung in Form von Primärregelleistung, Sekundärregelleistung sowie Minutenreserve erbracht. Die Aufgabe der Übertragungsnetzbetreiber ist es, stets ein ausreichendes Maß an Regelleistung vorzuhalten, die bei Bedarf unmittelbar abgerufen werden kann.

Spannungshaltung

Die Aufgabe der Spannungshaltung ist, die Spannung in jedem Netzknoten innerhalb eines zulässigen Spannungsbandes zu halten. Weiterhin treten bei unerwarteten Fehlerereignissen wie Kurzschlüssen oft deutliche Spannungseinbrüche auf. Diese sollen möglichst begrenzt werden. Die Spannungshaltung ist eng verknüpft mit einer ausgeglichenen Blindleistungsbilanz. Diese wird mittels der Blindleistungskompensation geregelt.

Versorgungswiederaufbau

Die Übertragungsnetzbetreiber müssen in der Lage sein, nach Auftreten eines großflächigen Versorgungsausfalls innerhalb kurzer Zeit die Versorgung mit elektrischer Energie wieder herzustellen.

Betriebsführung

Das Ziel der Betriebsführung ist die Koordination und Organisation eines sicheren und zuverlässige Netzbetriebs. Hierzu zählen unter anderem Netzanalysen, Monitoring und Engpassmanagement. Es ist sicherzustellen, dass Übertragungsleitungen nicht unzulässig thermisch beansprucht werden und die Betriebswerte sämtlicher Betriebsmittel innerhalb zulässiger Grenzwerte verbleiben.

Diese Webseite verwendet sogenannte Cookies zur Optimierung der Ansicht und aller Funktionen. Für die Nutzungsanalyse wird Matomo verwendet. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Wenn Sie der Nutzungsanalyse widersprechen oder mehr über Cookies erfahren möchten, klicken Sie bitte auf die Datenschutzerklärung .