Tiefengeothermie

Als Tiefengeothermie wird die Nutzung der Erdwärme ab einer Tiefe von 400 Metern bezeichnet. Im Unterschied dazu wird die Geothermie bis zu 400 Metern Tiefe als oberflächennahe Geothermie bezeichnet. Bei der Tiefengeothermie werden Temperaturen von bis zu 200 °C ausgenutzt, wodurch die Wärme neben der direkten Nutzung auch zur Stromerzeugung verwendet werden kann.

Die Tiefengeothermie lässt sich in hydrothermale Systeme und petrothermale Systeme unterteilen. Ein hydrothermales System nutzt die im Wasser gespeicherte Wärmeenergie aus Aquiferen. Ein petrothermales System dient hingegen zur Erschließung der im Grundgebirge gespeicherten Wärmeenergie. Ein wichtiger Parameter der Tiefengeothermie stellt das Fündigkeitsrisiko dar. Es beschreibt das Risiko, dass eine geothermische Lagerstätte nach der Erschließung nicht die notwendige Quantität oder Qualität aufweist.

Des Weiteren werden die Nutzung der Erdwärme aus Bergwerken, Kavernen und Tunneln sowie die Speicherung von Wärmenergie in der Regel der Tiefengeothermie zugeordnet.

Englische Übersetzung(en): deep geothermal energy

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